Herdenschutz - Infos für Nutztierhalter

NABU-Herdenschutzprojekt Niedersachsen - ein Erfolgskonzept!

Sicherung extensiver Weidetierhaltung in Niedersachsen

 

Das durch die DBU und die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung geförderte, auf 3 Jahre angelegte Projekt "Herdenschutz Niedersachsen" des NABU Niedersachsen verfolgt das Ziel, Herdenschutzmaßnahmen und wolfsabweisenden Grundschutz unter Einbindung des Ehrenamts dort zu etablieren, wo es in der Fläche Niedersachsens notwendig ist.

Dadurch soll zum einen die Akzeptanz des Wolfs in unserer Kulturlandschaft gesteigert werden, zum anderen der unverzichtbare Beitrag der extensiven Beweidung für die Natur- und Landschaftspflege für die Zukunft gesichert werden – auch bei verstärkter Wolfspräsenz.

Die Weidetierhaltung in Niedersachsen, vor allem die Schaf- und Ziegenhaltung, ist seit Jahren im Rückgang begriffen, sowohl was die Anzahl der gehaltenen Tiere als auch was die Zahl der Nutztierhalter betrifft. Die Anwesenheit von Wölfen in Niedersachsen sowie die dadurch zu erwartende, steigende Zahl von Nutztierrissen können zu großer Verunsicherung bei Nutztierhaltern und zu sinkender Akzeptanz des Wolfs in der Bevölkerung führen.

Diese Entwicklung hätte zur Folge, dass der gerade in Niedersachsen unverzichtbare naturschutzfachliche Beitrag der Beweidung sowie deren Beitrag zur Sicherung der See- und Flussdeiche zunehmend in Gefahr geraten. Auch ist zu erwarten, dass die schon heute durch Eutrophierung (= ein durch den Menschen verursachtes Überangebot von Nährstoffen in ursprünglich nährstoffarmen Gebieten) und Verbuschung bedrohten Biotope, wie z.B. Trocken- und Magerrasen, weiter unter Druck geraten oder ganz verloren gehen.

Durch den Aufbau eines Netzwerks ehrenamtlicher Helfer wird ein Angebot für Weidetierhalter geschaffen, das den erhöhten Arbeitsaufwand auffängt, der z.B. für aufwändigeren Zaunbau oder bei Veränderungen im Weidemanagement anfällt. Durch abwandernde Wölfe in bisher wolfsfreie Gebiete können dort verstärkt Nutztierrisse auftreten, weil die Herden nicht ausreichend geschützt sind. Hier müssen schnell und unbürokratisch Herdenschutzmaßnahmen umgesetzt werden.
Seit 2017 leistet das NABU-Projekt „Herdenschutz Niedersachsen“ Beratung, Wissenstransfer und Unterstützung für die Umsetzung wirkungsvoller Maßnahmen zum Schutz von Weidetieren vor Wolfsübergriffen. Das Ziel dieser Aktivitäten ist die Erhaltung von Beweidung bei Wolfspräsenz. Dies ist möglich, setzt aber die flächendeckende und fachgerechte Anwendung entsprechender Maßnahmen voraus. Das Projekt steht für deren lösungsorientierte Umsetzung und fördert durch seinen integrativen Ansatz die Bereitschaft der Menschen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und Maßnahmen zu realisieren.

 

 

Schafherde, Foto: NABU/ Karkow
Schafherde, Foto: NABU/ Karkow

Tipps und Links :

Wassergraben oder starker Bewuchs?

©ELEFANT Weidezaungeräte e.K.
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NABU - Flyer Herdenschutz:

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Herdenschutz Schafe und Ziegen
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Herdenschutz Rinderweiden
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Herdenschutz Gatterwild
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Herdenschutz Pferde
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